Die Bedeutung der Einhaltung des Wechselintervalls der Wasserpumpe

28/03/2019

Gates ist für seine Steuerriemensysteme in Erstausrüsterqualität bekannt. Die meisten unserer praktischen Steuerriemen-Kits sind auch mit Wasserpumpen erhältlich (wenn diese vom Steuerriemen angetrieben werden). Warum? Wir sind der festen Überzeugung, dass zur Sicherstellung der langfristigen Systemleistung die vom Steuerriemen angetriebenen Wasserpumpen immer gleichzeitig mit dem Steuerriemen ausgetauscht werden sollten. Unsere Kits mit Wasserpumpen bieten Ihnen daher eine komplette Reparaturlösung, die nicht nur Riemenscheiben und -spanner, sondern auch unsere langlebige Wasserpumpe umfasst.

Die entscheidende Funktion von Wasserpumpen

Wasserpumpen sind die wichtigsten Komponenten des Kühlsystems. Eine durchschnittliche Wasserpumpe fördert in vier Jahren (oder über 100.000 km) mindestens 1,7 Mio. Liter Kühlmittel. Deshalb versteht es sich von selbst, dass beim Wechseln des Steuerriemens auch die Wasserpumpe nicht vergessen werden sollte. Die meisten Steuerriemen müssen nach 90.000 bis 240.000 Kilometern ausgetauscht werden – ihre genaue Lebensdauer hängt vom Motortyp und/oder der Riemenkonstruktion ab – und wir empfehlen Ihnen, die Wasserpumpe bei dieser Gelegenheit ebenfalls auszutauschen.

Ein weiterer Grund für den gleichzeitigen Austausch des Steuerriemens und der Wasserpumpe: Die eingebaute Pumpe weist einen gewissen Verschleiß auf. Diese „verschlissene“ Pumpe kommt mit der Spannung des alten Riemens klar. Die Spannung des neuen Riemens ist jedoch automatisch höher, was zu Problemen mit der Pumpe führen kann.

Mögliche Fehler der Wasserpumpe

Wasserpumpen haben ihre eigene Betriebsdauer. Schließlich ist das Hauptproblem bei einem Steuerriemensystem die Überlastung aller einzelnen Systemteile. Die übermäßige Belastung schadet nicht nur den Teilen des Steuerriemens, sondern wirkt sich auch negativ auf die Funktionsweise der Wasserpumpe aus. Häufige Anzeichen für Fehler der Wasserpumpe, die darauf hindeuten können, dass diese Komponente ausgetauscht werden muss, sind Geräusche und Leckage.
Darüber hinaus kann es durch die erhöhte Belastung der Lagerwellengehäuse zu Lagerschäden kommen, die wiederum Überhitzung und Geräusche verursachen können. Die Wasserpumpe kann sogar blockieren und das Steuerriemensystem beeinträchtigen. Wenn die Wasserpumpe blockiert, rutscht der Steuerriemen (der auf Rückseite der Wasserpumpe läuft) über die Wasserpumpe. Der Steuerriemen wird durch die extreme Reibung auf der Rückseite beschädigt und es kommt zu einer Überhitzung der Riemenscheiben/Lager. Wenn eine der Riemenscheiben aus Kunststoff besteht, kann sie schmelzen. Wenn die Wasserpumpe im Steuerriemensystem festsitzt, kommt es außerdem zu Problemen mit dem Riemenspanner und den Umlenkrollen. Und wenn die Riemenspanner nicht ordnungsgemäß funktionieren, steht ein kostspieliger Motorschaden bevor.
Beschädigter Riemenspanner

Beschädigter Riemenspanner

Riemen mit offensichtlichen Verschleißerscheinungen

Riemen mit offensichtlichen Verschleißerscheinungen

WICHTIG: Erzeugen Sie eine dynamische Abdichtung.
Wenn Sie eine neue Wasserpumpe eingebaut haben, legen Sie den Riemen nicht sofort auf. Zuerst müssen Sie eine dynamische Abdichtung erzeugen. Geben Sie dazu etwas Kühlflüssigkeit in das System und drehen Sie die Wasserpumpe mindestens zehnmal von Hand. Diese Drehung bewirkt, dass die Flüssigkeit in die Pumpe eintritt und langsam eine dynamische Abdichtung zwischen statischem und dynamischem Ring bildet. Dadurch werden vorzeitige Geräuschbildung oder Leckage in der Wasserpumpe verhindert.
In diesem Video erfahren Sie mehr: https://youtu.be/W-rGUlkUPEY

Wenn eine Teilbefüllung des Systems nicht möglich ist (z. B. weil die Kühlerschläuche nicht angeschlossen sind), ist es immer ratsam, die neue Pumpe mit den Laufrädern nach oben zu halten, etwas Flüssigkeit darüber zu gießen und die Riemenscheibe vor dem Einbau der Pumpe zehnmal von Hand zu drehen.
Wenn Sie den Riemen (gespannt) an einer Pumpe ohne dynamische Abdichtung anbringen, kann die Spannung des Riemens ausreichen, um einen Kontakt zwischen den beiden Metallringen herzustellen, was beim Starten des Motors (aufgrund deren Trockenlaufs gegeneinander) zu Schäden führen kann.
Diese Vorgehensweise muss bei jeder neuen Wasserpumpe befolgt werden!

Vermeiden Sie kostspielige Kundenreklamationen

Zum Abschluss noch ein Gedanke: Stellen Sie sich vor, Sie wechseln die Wasserpumpe nicht in den gleichen Zeitabständen wie den Steuerriemen … Wenn Sie jetzt den Riemen auswechseln möchten, sich aber dagegen entscheiden, die Wasserpumpe gleichzeitig mit diesem auszutauschen, gehen Sie davon aus, dass die Pumpe noch die komplette Lebensdauer des Riemens übersteht. Und das ist oft zu optimistisch. Nach 20.000 oder 30.000 Kilometern (vielleicht sogar früher) werden bei der Wasserpumpe mit größter Wahrscheinlichkeit einige der oben genannten Probleme auftreten. Ihrem Kunden droht unterwegs eine Panne und er muss die Werkstatt wegen einer zweiten Reparatur erneut aufsuchen, nachdem er gerade erst einen neuen Riemen und Spanner hat einbauen lassen! Vermeiden Sie diese unangenehme Situation: Machen Sie sich nur einmal die Arbeit und sparen Sie Zeit!